16. «Bund»-Essay-Wettbewerb

Bekommen Sie kalte Füsse in der heissen Phase der Klimakrise?

Der «Bund» ruft zum Schreiben auf: Wir wollen fast alle ökologischer leben - aber wie überlisten wir in unserem Leben den inneren Öko-Schweinehund? Zu gewinnen ist ein Preisgeld von insgesamt 9000 Franken.

Bild Bekommen Sie kalte Füsse in der heissen Phase der Klimakrise?
Bild: Banu Del Percio-Alintas
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16. «Bund»-Essay-Wettbewerb

Wir haben die Wahl. Wir wissen, dass wir auf die Klimakrise reagieren müssen, doch wir sind uns noch nicht einig, was wir tun sollen. Die allermeisten Menschen bestreiten den menschengemachten Klimawandel nicht mehr. Weil sie jedoch wissen, dass es ohne Verzicht nicht gehen und der Kampf dagegen auch das eigene Portemonnaie treffen wird, zeigt sich der Widerstand an der Urne - wie kürzlich bei der Ablehnung des eigentlich moderaten CO2 Gesetzes. Sich einzuschränken mag zwar schmerzen, aber wird Zuwarten und Nichtstun nicht zu noch grösseren Schmerzen führen?

Gleichzeitig scheint es, dass sich das Bewusstsein für die Dringlichkeit von Klimamassnahmen noch immer nicht überall durchgesetzt hat. Für viele Menschen ist der Klimawandel noch zu abstrakt. Es gibt da eine psychologische Distanz: Der Klimawandel ist zwar da, aber die schwerwiegenden Konsequenzen sind immer noch in schwer greifbarer Ferne. Werden die Folgen der Klimakrise zu drastisch geschildert, kann das Hoffnungslosigkeit oder Verdrängung auslösen. Muss also die Message besser kommuniziert werden? Sollten wir statt von Klimawandel etwa konsequent von Umweltverschmutzung sprechen? “Sobald wir über Gesundheit gesprochen haben, hat das alles verändert”, hat Arnold Schwarzenegger kürzlich gesagt, der in seiner Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien zahlreiche Umweltgesetze erfolgreich auf den Weg brachte. Heisst das also auch: Sich nicht einer Weltuntergangsstimmung hingeben, wenn wir Veränderungen schaffen wollen und den Teufelskreis negativer Nachrichten durchbrechen? Ist es nicht wichtig zu betonen, was wir alle in unserem täglichen Leben verändern können? Ist es nicht gut, wenn die Leute das Gefühl haben, dass sie Teil der Lösung sein können?

Das Beklemmende am neuesten Bericht des Weltklimarates (IPCC) ist, dass er bereits vor gut 30 Jahren vor dieser Entwicklung warnte. Wie reagieren wir diesmal darauf? Wir wollen fast alle ökologischer leben - aber wie überlisten wir in unserem Leben den inneren Öko-Schweinehund? Vielleicht klein anfangen: Einmal pro Woche das Velo statt das Auto nehmen, die Kleider weniger oft waschen, eine Sparbrause in der Dusche installieren, regelmässig fleischlose Tage einschalten, mit dem öffentlichen Verkehr in die Ferien fahren.

Nur: Reicht das Prinzip Freiwilligkeit? Braucht es auch Verbote und neue Anreizsysteme? Und müssen wir die soziale Norm ändern, sodass ein grenzenloser Konsum gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert wird? Wir wissen,dass es höchste Zeit ist, sich der Klimakrise zu stellen, sie auf breiter Basis zu diskutieren und wirksame Lösungen zu entwickeln. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir herausfinden, wie verantwortungsbewusstes Leben in der Zukunft aussieht. Noch haben wir die Wahl.

Der Bund freut sich auf reflektierte, kritische und visionäre Texte.

Reichen Sie hier Ihren Essay ein.
Teilnahmebedingungen

Preisgeld
1. Platz Fr. 5'000.-
2. Platz Fr. 2'500.-
3. Platz Fr. 1'500.-

Veröffentlichung der Siegertexte auf derbund.ch

Einsendeschluss
31. Dezember 2021

Planetopia – Raum für Weltwandel im Museum für Kommunikation
Die ökologische Krise betrifft alle. Es ist höchste Zeit, dass wir uns den Umweltproblemen stellen und sie auf breiter Basis diskutieren. Welche Lösungen können wir entwickeln? Was ist wirksam, was sinnvoll? Gemeinsam mit Ihnen will das Museum für Kommunikation herausfinden, wie verantwortungsbewusstes Leben in der Zukunft aussieht.

Mit diesem Projekt lotet das Museum auch die Grenzen seiner Möglichkeiten aus und wird zur Plattform für den gesellschaftlichen Diskurs. Dank Pop-ups, Kooperationen und einer unkonventionellen Ausstellung können viele verschiedene Menschen am Projekt partizipieren.

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Dank
Wir danken unseren Partnern und allen am Wettbewerb Beteiligten für die Unterstützung. Sie ermöglichen mit ihrem Engagement den «Bund»-Essay-Wettbewerb: GVB Kulturstiftung, Haupt Buchhandlung, Hochschule der Künste Bern, Dampfzentrale Bern, Museum für Kommunikation Bern